Communities

Der Weltfriedensdienst e.V. unterstützt mit mehreren engagierten Partnerorganisationen in Guinea Bissau die Kampagne.

In Guinea Bissau werden jährlich tausende Mädchen genital verstümmelt. „Ziel des gemeinsamen Engagements ist der effektive Schutz bedrohter Mädchen“, sagt Georg Rohde, Geschäftsführer des Weltfriedensdienstes, „In Guinea Bissau konnten wir schon vor einigen Jahren erste Erfolge erzielen. Dank behutsamer Überzeugungsarbeit ist es gelungen, mit 446 Mädchen ein alternatives, unblutiges Initiationsritual zu feiern“. 81 Beschneiderinnen gaben im Rahmen einer öffentlichen Zeremonie ihre Messer ab.

Im Rahmen des WFD-Programms DJINOPI wird ein lokales Netzwerk von fünf Frauen- und Jugendorganisationen aufgebaut, das modellhaft mit 1.500 gefährdeten Mädchen und deren Familien arbeiten. Mitarbeitende sprechen mit Männern, Frauen und Kindern, islamischen Geistlichen, Lehrern, Dorfchefs und Gesundheitspersonal. Aktivisten von DJINOPI besuchen die Dörfer, diskutieren mit den Meinungsführern, regen einen öffentlichen Austausch zum Thema an und moderieren Dorfversammlungen. So können Dorfgemeinschaften ihren eigenen Weg zum Ausstieg aus der Beschneidungspraxis finden.

Um Zugang zu den Menschen zu finden wird die Tradition zwar einerseits gewürdigt, aber gleichzeitig wird auf die Gefahren der Verstümmelung hingewiesen. Durch Radiosendungen, Plakate und Flugblätter wird über Alternativen und Möglichkeiten zur Beratung und Unterstützung informiert. Theaterszenen zum Mitmachen erleichtern die Aussprache und Lösungssuche. Traditionelle BeschneiderInnen werden bei der Suche nach beruflichen Alternativen mit einem vergleichbares Einkommen und Prestige unterstützt, möglichst im Rahmen eines alternativen unblutigen Initiationsrituals.

Das Engagement gegen die Genitalverstümmelung soll in den Religionsgemeinschaften, Schulen und Gesundheitsstationen, in Ministerien und Entwicklungsprogrammen verankert werden. Workshops und Trainings, die Erarbeitung von Arbeitshilfen und Besuche erfolgreicher Vorhaben gegen Genitalverstümmelung in Nachbarländern tragen dazu bei, das Ziel zu erreichen.

http://www.wfd.de/projekte/frauen/guinea-bissau-djinopi.html

La imagen de nuestro grupo fue puesta a nuestra disposición por Beatriz Schreiber / The image of our group was made available to us by Beatriz Schreiber
As a independent artist in Austria, I deal with socio-cultural developments in my surrounding, the main focus is the role of women in today's society. The cruel ritual of female genital mutilation (and male circumcision as well) confronted me regularly in the last years in the media, and it affects me deeply. Through my artistically work, I am trying to make as many people as possible aware of this human rights violation.
STOP FGM NOW! is a platform on which very dedicated people are engaging in the fight against female genital mutilation – I gladly support this important initiative!

Barbara Rapp | Contemporary Art


The 21 Century does not spare us the suffering being inflicted to children and young people. Special engagement is needed to combat female genital mutilation, which is one of the most horrific violation of the human right to physical integrity. I support "STOP FGM NOW!" because of its competence and above-average commitment.

Günther Hager – Book author