Wer schützt Khady in Guinea?
Khady ist fünf Jahre und geht in den Kindergarten. Zusammen mit ihren Eltern will sie diesen Sommer ihre Oma im westafrikanischen Guinea besuchen. Sie freut sich schon darauf. Die Fünfjährige ahnt jedoch nicht, dass ihre Großmutter plant, ihre Enkelin diesmal zur Beschneiderin zu bringen.
Khady soll wie über 95% der Mädchen in Guinea an ihren Genitalien verstümmelt werden.

Besorgt ruft Frau S., Khadys Kindergärtnerin, bei uns in der Beratungsstelle an. Durch die TERRE DES FEMMES-Kampagne KEIN SCHNITT INS LEBEN! hat sie erfahren, dass auch in Deutschland lebende Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht sein können. Wir beraten Frau S. und unterstützen sie dabei, das tabuisierte Thema bei Khadys Eltern anzusprechen.
Im Gespräch mit den Eltern stellt sich heraus, dass Khadys Mutter noch heute unter den Folgen der Beschneidung leidet. Sie will ihrer Tochter das gleiche Schicksal ersparen. TERRE DES FEMMES nimmt Kontakt mit einer Organisation in Guinea auf, die vor Ort gegen Genitalverstümmelung kämpft. Die Mitarbeiterinnen reden mit Khadys Großmutter. Die Eltern sind froh, dass Landsleute ihnen helfen, ihre Tochter zu schützen. Erst jetzt können auch sie sich auf den Besuch bei der Oma freuen.
Unsere zweijährige bundesweite Kampagne hat viel bewirkt: Mit unserem Fernsehclip, einer Wanderausstellung, Flyern, Plakaten und zahlreichen Diskussionen an Schulen haben wir das Thema weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland aus der Tabu-Zone geholt. Wir setzen uns auch weiterhin für ein Ende dieser Gewalt an Mädchen ein.
Das hilft Mädchen wie Khady zu schützen.
Doch noch immer sind mehrere tausend Mädchen auch in Deutschland gefährdet.
Nur gemeinsam können wir Genitalverstümmelung beenden. Helfen Sie uns dabei: Spenden Sie, um Mädchen zu schützen!
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Foto: Regine Bouédibéla









