Nigerianische Senatorin spricht sich gegen FGM aus
Die Nigerianische Senatorin und frühere Gesundheitskommissarin Iyabo Obasanjo Bello hat sich im Rahmen eines Seminars zu Frauenrechten, häuslicher Gewalt und weiblicher Genitalverstümmelung in Abuja, Nigeria gegen diese Praxis ausgesprochen.
Sie bezeichnete FGM als „überholt und unnötig“ und die Rechtfertigungen derer, die FGM durchführen (wie die Vorbeugung von Promiskuität, aus Gründen der Reinlichkeit, um die Jungfräulichkeit sicherzustellen oder sogar um Krankheiten zu heilen) als „unlogisch“.
Außerdem, so die Senatorin, trage weibliche Genitalverstümmelung zu der Verbreitung von HIV und Aids in Nigeria bei, da die Operation normalerweise mit nicht sterilen Instrumenten und oft an ganzen Gruppen von Mädchen vorgenommen werde.
FGM ist vor allem im Süden Nigerias weit verbreitet. Dort sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis zu 60 Prozent der Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen.
Obasanjo Bello forderte, dass sie Vorbeugung von FGM durch Bildung und Aufklärung ein Teil der grundsätzlichen Gesundheitsversorgung in Nigeria werden müsse.
Via Waris Dirie









