NEUER UNTERSTÜTZER BEI STOP FGM NOW

Seit Ende Januar unterstützt der Weltfriedensdienst e.V. "STOP FGM NOW!". Der Verein kämpft mit mehreren Partnerorganisationen in Guinea Bissau gegen FGM, da dort jährlich tausende Mädchen genital verstümmelt werden.

"Ziel des gemeinsamen Engagements ist der effektive Schutz bedrohter Mädchen", sagt Georg Rohde, Geschäftsführer des Weltfriedensdienstes. "In Guinea Bissau konnten wir schon vor einigen Jahren erste Erfolge erzielen. Dank behutsamer Überzeugungsarbeit ist es gelungen, mit 446 Mädchen ein alternatives, unblutiges Initiationsritual zu feiern". 81 Beschneiderinnen gaben im Rahmen einer öffentlichen Zeremonie ihre Messer ab.

Der Weltfriedensdienst unterstützt das lokale Netzwerk DJINOPI (zu Deutsch: "Vorwärts, Leute!"). Fünf Frauen- und Jugendorganisationen arbeiten modellhaft mit 1.500 gefährdeten Mädchen und deren Familien. Mitarbeitende sprechen mit Männern, Frauen und Kindern, islamischen Geistlichen, Lehrern, Dorfchefs und Gesundheitspersonal. AktivistInnen von DJINOPI besuchen die Dörfer, diskutieren mit den Meinungsführern und moderieren Versammlungen. So können Dorfgemeinschaften ihren eigenen Weg zum Ausstieg aus der Beschneidungspraxis finden.